TRAININGSMODULE

KINDER, JUGENDLICHE UND SCHULKLASSEN

ZARA Training bietet Workshops für Schulklassen und Gruppen zu den Themen Diskriminierungen, Zivilcourage, Rassismus und Gleichbehandlung an. Diese Workshops ermöglichen einerseits das Erkennen und Anerkennen von Vielfalt, die Beschäftigung mit Vorurteilen und das Sichtbarmachen von Diskriminierungen und institutionellem Rassismus, andererseits das Entwickeln von zivilcouragierten Handlungsmöglichkeiten in alltäglichen Diskriminierungssituationen.

Unsere Workshops werden von zwei von der GmbH eingesetzten TrainerInnen aus dem ZARA-TrainerInnenpool geleitet. Die jeweils angegebenen Kosten beinhalten Vorbereitung, Umsetzung, Dokumentation und Evaluierung der Trainings. Alle  Workshops werden auf die jeweilige Klasse bzw. Gruppe zugeschnitten, daher erfolgt im Vorfeld mit den AuftraggeberInnen eine Abklärung der Ziele und Nichtziele, der Erwartungshaltungen und der organisatorischen Details.

Erfahrungen mit Kindern und Jugendlichen bis 16 Jahren haben gezeigt, dass sich zur Sensibilisierung für die Themen Diskriminierung, Gleichbehandlung und Vielfalt zwei halbtägige  Workshops am besten eignen.


VOLKSSCHULE

1. WORKSHOP „VIELFALT UND ZIVILCOURAGE“

Am ersten Halbtag steht das Thema „Vielfalt“ im Mittelpunkt. Ausgehend von der Vielfalt in der Gruppe bezüglich Name, Familie, Herkunft, Geschlecht, Religion etc. lernen die Kinder, Selbst- und Fremdwahrnehmung zu hinterfragen, Zuschreibungen zu erkennen, Grenzen wahrzunehmen und Gefühle zu benennen. Ziel dieses Workshopteils ist es, ausgehend von Gemeinsamkeiten Unterschiede wertzuschätzen und einen positiven Umgang miteinander zu gestalten. Am zweiten Halbtag geht es um die Zivilcourage „im Kleinen“, also in der Klasse, in der Schule und im Freundeskreis. Die Kinder nähern sich spielerisch den Themen Achtsamkeit und Verantwortung an und sie erlernen Handlungskompetenzen in Konfliktsituationen. Ziel dieses Workshopteils ist es, soziale Kompetenz, Teamfähigkeit und Selbstbehauptung zu stärken.

ZIELGRUPPE: Kinder zwischen 6 – 11 Jahren

DAUER:           zwei halbtägige Workshops


SEKUNDARSTUFE

2. WORKSHOP „VIELFALT UND ZIVILCOURAGE“

Der erste Halbtag ist den Themen soziale Kompetenz, Teamfähigkeit, und Zivilcourage gewidmet. Im Rahmen dieses Workshopteils erarbeiten die SchülerInnen neue Möglichkeiten, mit „unangenehmen“ Situationen in der Öffentlichkeit umzugehen und erweitern ihre Handlungskompetenzen in diskriminierenden Situationen. Am zweiten Halbtag stehen die Themenfelder Diversität, Diskriminierung und Rassismus im Mittelpunkt. Ziele des Workshops sind das Erkennen und Anerkennen von Vielfalt und das Sichtbarmachen von Diskriminierungen und institutionellem Rassismus. Es werden Handlungskompetenzen in diskriminierenden Situationen erworben und Strategien im Umgang mit Vielfalt erarbeitet. Darüber hinaus zielt der Workshop auf eine Stärkung des Selbstwerts und der Selbstbehauptung.

ZIELGRUPPE: Jugendliche zwischen 12 und 16

DAUER:           zwei halbtägige Workshops


SEKUNDARSTUFE

3. WORKSHOP „SENSIBILISIERUNG“

Sensibilisierungs-Workshops ermöglichen eine intensive Auseinandersetzung mit den Themen Vorurteile, Fremd-/Anderssein und Diskriminierung: Welche Vorurteile habe ich selbst und wie gehe ich damit um? Was macht meine Identität aus? Wie wirkt sich Diskriminierung auf Einzelne aus? Ziel ist es, Vielfalt zu erkennen und anzuerkennen sowie sich mit dem Entstehen von Vorurteilen zu beschäftigen und Auswirkungen von Diskriminierung und institutionellem Rassismus sichtbar zu machen. Dabei werden Vorurteile reflektiert und Strategien im Umgang mit Vielfalt erarbeitet.

ZIELGRUPPE: Jugendliche ab 16

DAUER:           zwei halbtägige Workshops


SEKUNDARSTUFE

4. WORKSHOP „ZIVILCOURAGE“

Der Zivilcourage-Workshop beschäftigt sich mit dem Mut des/der Einzelnen, in der Öffentlichkeit in „unangenehmen“ Situationen einzugreifen. Auf Basis der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema Zivilcourage erlernen die TeilnehmerInnen, wie man mit Angriffen, Ohnmacht, Aggression und Angst umgehen kann. Es wird erarbeitet, was man in solchen Situationen tun kann bzw. wo die eigenen Grenzen liegen. Ziel des Workshops ist der Erwerb von Handlungskompetenzen in diskriminierenden Situationen sowie die Stärkung des Selbstwerts und der Selbstbehauptung.

ZIELGRUPPE: Jugendliche ab 16

DAUER:           halbtägiger oder ganztägiger Workshop


SEKUNDARSTUFE

5. WORKSHOP „ZIVILCOURAGE UND CYBER HATE“

Diskriminierende Situationen on- und offline stehen im Zentrum dieses Workshops. Zusätzlich zum „klassischen“ Zivilcouragetraining vermittelt dieser Workshop Medienkompetenz. Er soll Jugendliche darin unterstützen, reflektiert gefährdende Inhalte zu erkennen, sie richtig  einzuordnen und souveräner damit umzugehen. Dabei vermitteln die Trainings mit interaktiven Methoden folgende Kompetenzen: Wie treten radikale/rechtsextreme/rassistische Gruppen im Internet auf und woran erkenne ich sie? Welche Codes werden verwendet und wie kann ich selbst aktiv dagegen vorgehen? Was ist Cybermobbing, und was kann ich dagegen tun?
Die SchülerInnen haben die Möglichkeit, durch Eigenrecherche und Online-Übungen die Tragweite und Radikalität der Themen im Netz selbst zu erleben. Ziel des Workshops ist es, Handlungskompetenzen zu vermitteln und der ungeschützten Konfrontation mit rassistischen Inhalten und Hass-Botschaften im Internet entgegenwirken.

ZIELGRUPPE: Jugendliche ab 14

DAUER:           zwei halbtägige Workshops

TRAININGSMODULE

ERWACHSENE

ZARA Training bietet ab 2017 fünf verschiedene  Workshopsformate für Seminare, Fort- und Weiterbildungen an – Meine Rechte kennen, Diversität, Zivilcourage, Argumentationstraining und  Digitale Zivilcourage. Jedes Modul ist ein in sich geschlossenes Konzept, die Module können aber auch in einem größerem Fortbildungskonzept frei kombiniert werden. Es können auch alle Module als zweitägige Grund- und Aufbaukurse durchgeführt werden. Die konkreten Ziele werden vor Beginn des Trainings noch im Detail mit den AuftraggeberInnen vereinbart.  Zudem stimmen wir die Inhalte auf die jeweiligen Bedürfnisse der Gruppe und die bereits vorhandenen Erfahrungen zum Thema ab.


1. WORKSHOP

WAS HAT DAS MIT MIR ZU TUN? SENSIBILER UMGANG MIT VIELFALT

Die intensive Auseinandersetzung mit den Themen Identität, Vielfalt, Eigen- und Fremdzuschreibungen und Diskriminierung auf individueller Ebene steht im Zentrum dieses Trainings. Gemeinsam werden Unterschiede thematisiert, eigene und fremde Vorurteile reflektiert und Strategien im Umgang mit Vielfalt erarbeitet – ohne Zeigerfingermoral!

  • Wie wirkt sich Diskriminierung auf Einzelne aus?
  • Was ist meine Identität und mein Umgang mit Gruppenzugehörigkeit?
  • Was bedeutet Vielfalt?
  • Welche Relevanz haben Unterschiede?
  • Wie kann ich mit Unterschieden positiv umgehen und „Vielfalt“ als positiven Wert in meinem Arbeitsalltag fördern?

Zur Anwendung kommen:

  • Grundlagen der Interkulturellen Kompetenz
  • Erfahrungsaustausch
  • Praktische Übungen

ZIELE

  • Sensibilisierung für die Bedeutung unterschiedlicher ethnischer/kultureller/sozialer Hintergründe im (Arbeits-)alltag
  • Sensibilisierung für die Auswirkungen von individueller und gesellschaftlicher Diskriminierung und deren Relevanz für die Arbeit
  • Reflexion eigener Haltungen und Einstellungen gegenüber Vielfalt und unterschiedlichen Aspekten der eigenen oder einer anderen Identität
  • Handlungssicherheit im Umgang mit Personen anderer ethnischer/kultureller/sozialer Hintergründe

2. WORKSHOP

DIGITALE ZIVILCOURAGE – HASS IM NETZ

Der Workshop vermittelt mit interaktiven Methoden Medienkompetenzen für folgende Fragestellungen:

  • Wie begegne ich Angriffen und Aggression im Netz?
  • Wie treten rechtsextreme/ nationalistische/ rassistische Gruppen im Internet auf?
  • Wie erkenne ich Fake News?
  • Wie kann ich selbst aktiv gegen Hass  und Hetze vorgehen? Wie ist die rechtliche Situation in Österreich?
  • Wie kann ich Opfer von Hass im Netz unterstützen?
  • Wo und wie bekomme ich als Opfer Hilfe?

ZIELE

  • Sensibilisierung für die Auswirkungen von Hass und Hetze im Internet
  • Wissenstransfer rund um den Themenbereich Digitale Medien und Hass im Netz
  • Erweitern der Kommunikations- und Handlungskompetenzen und der rhetorischen Fähigkeiten

3. WORKSHOP

ZIVILCOURAGE

Bedrohung, Mobbing und Diskriminierung sind Alltagserscheinungen. Doch kaum eine/r schaut hin oder greift ein – oft bleibt es nur bei guten Absichten.  Wie kann ich helfen, wenn jemand angegriffen wird, ohne mich selbst in Gefahr zu bringen? Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten die TeilnehmerInnen des ZARA-Workshops „Zivilcourage” – dieses Training beschäftigt sich mit den konkreten Möglichkeiten des/der Einzelnen, an der Arbeitsstelle oder in der Öffentlichkeit in “unangenehmen” Situationen einzugreifen. Denn sich mutig für andere einzusetzen und zivilcouragiert zu handeln, lässt sich trainieren!

Basierend auf den individuellen Erfahrungen  der TeilnehmerInnen widmet sich der Workshop folgenden Themen:

Was ist Zivilcourage?
Was ist Gewalt – welche Arten gibt es?
Wie begegne ich Angriffen, Ohnmacht, Aggression oder z.B. der Situation Einer gegen Alle?
Was kann ich wann tun?
Wo sind meine Grenzen?

ZIELE Die TeilnehmerInnen erweitern ihren ganz persönlichen Handlungsspielraum, indem sie

  • lernen, was zivilcouragiertes Handeln ausmacht
  • eigene Grenzen und Möglichkeiten ausloten
  • körperliche wie verbale Selbstbehauptung  trainieren
  • wirkungsvolle Antworten und kreative Gegenstrategien im Umgang mit diskriminierenden und rassistischen  Situationen und Äußerungen entwickeln.

4. WORKSHOP

ARGUMENTATIONSTRAINING

Die TeilnehmerInnen erarbeiten wirkungsvolle Antworten und kreative Gegenstrategien im Umgang mit diskriminierenden und rassistischen Äußerungen, probieren unterschiedliche Argumentationsstrategien aus und  erweitern so die persönlichen Kommunikationskompetenzen im Falle von verbalen Konflikten oder populistischen Parolen.

Zur Anwendung kommen:

  • Grundlagen der Interkulturellen Kommunikation
  • Erfahrungsaustausch
  • Praktische Übungen

ZIELE

  • Sensibilisierung und Wissenstransfer rund um den Themenbereich Vielfalt, Kultur, Identität, Rassismus & Diskriminierung
  • Verbesserung der Argumentation auf emotionaler und inhaltlich-sachlicher Ebene
  • Erweitern der Kommunikationskompetenzen und rhetorischen Fähigkeiten

5. WORKSHOP

MEINE RECHTE KENNEN

Nach einer kurzen Vorstellung der Arbeit der ZARA-Beratungsstelle für Opfer und ZeugInnen von Rassismus werden Begriffe und Konzepte zum Thema Rassismus be- und erarbeitet. Die rechtlichen Möglichkeiten zur Bekämpfung von Rassismus und rassistischen Diskriminierungen werden dargelegt. Dabei wird Recht als Werkzeug vermittelt, um als Opfer oder ZeugInnen von Rassismus adäquat reagieren zu können.

ZIELE

  • Wissenstransfer rund um das Gleichgehandlungsgesetz und andere relevante Texte
  • Erweitern der Handlungskompetenzen als ZeugInnen oder Opfer von Diskriminierung und Rassismus

Weitere Informationen:

METHODEN

Alle Module basieren auf Prinzipien und Praktiken des non-formalen Lernens. Angeboten wird ein Methodenmix aus theoretischen Inputs, interaktiven Übungen, Diskussionen sowie Arbeiten in Kleingruppen; die Erfahrungen der Teilnehmenden dienen dabei als Reflexionsbasis und Ausgangspunkt. Im Vordergrund steht das Hinterfragen von Denkmustern und die fachliche Weiterbildung mittels theoretischem Grundlagenwissen. Die Teilnehmenden werden angeregt, das Erlernte und Erfahrene im eigenen Kompetenzbereich umzusetzen.

 

TRAINERiNNEN

sind ExpertInnen im Bereich Anti-Rassismus, deren Ausbildungen sozial- und rechtswissenschaftlich fundiert sind und die sich methodisch laufend fortbilden. Die Trainingskonzepte sind jahrelang erprobt und stützen sich auf praktische Erfahrungen aus der Anti-Rassismus-Arbeit in Österreich unter Einbezug wissenschaftlicher Theorien und international anerkannter Trainingsmethoden.

 

UNTERNEHMENSARBEIT

ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit hat seit vielen Jahren im Bereich Diversity Management innovative und erfolgreiche Unternehmensarbeit geleistet. ZARA Training gemeinnützige GmbH führt diese Arbeit fort. Wenn Sie Initiativen im Sinne der Corporate Social Responsibility setzen wollen, unterstützen wir Sie gerne in Ihrem Anliegen, Ihre soziale und rechtliche Verantwortung wahrzunehmen.

Dies kann einerseits durch Seminare und Weiterbildungen geschehen (s. hierzu: Trainingsmodule – Erwachsene) oder durch fachliche Unterstützung bei betrieblichen Veränderungsprozessen, z.B. durch eine antidiskriminatorische Betriebsvereinbarung.

Kontaktieren Sie uns!